Papau
Asimina
Indianerbananen (Asimina) sind sommergrüne Sträucher und kleine Bäume aus den Wäldern und sandigen Flussufern des östlichen Nordamerikas. Als einzige Vertreter der überwiegend tropischen Annonengewächse in gemäßigtem Klima wirken sie mit großen, hängenden Blättern, purpurnen Glockenblüten und cremigen, essbaren Früchten exotisch, vertragen aber kalte Winter problemlos.
Dreilappige Papau
Asimina triloba
Asimina triloba ist die baumförmige Art der Gattung: ein langsam wachsender, pyramidaler Kleinbaum, der in der Natur 5 bis 10 m erreicht, im Garten meist aber um 5 bis 6 m bleibt. Im Frühjahr, vor dem Laubaustrieb, trägt er nickende, weinrote Glocken. Ab etwa drei bis sechs Jahren bildet er ovale Früchte bis rund 15 cm mit einem Geschmack zwischen Mango und Banane.
Standort und Boden
In Sonne oder lichtem Schatten pflanzen, in tiefgründigen, fruchtbaren, leicht sauren bis neutralen Boden, der feucht bleibt; auch feuchte Stellen an Teichen und Bächen sind geeignet. Austrocknen verträgt er schlecht. Der Baum ist sehr winterhart, blüht aber früh, daher bringt ein vor kalten Winden und Spätfrösten geschützter Platz die besten Ernten.
Schnitt und Pflege
Im Februar-März oder von September bis November pflanzen und gleich den endgültigen Platz wählen, da die Pfahlwurzel Umpflanzen schlecht verträgt. Für eine verlässliche Ernte mindestens zwei Bäume nahe beieinander setzen, damit Fliegen und Käfer die Fremdbestäubung übernehmen. Im Januar und Februar leicht schneiden, um den Baum bei etwa 2,5 bis 3,5 m zu halten; eine Hohlkrone erleichtert die Ernte.
Verwendung im Garten
Vor allem wegen der Früchte angebaut, die von Ende August bis Oktober geerntet werden, wenn sie weich sind, und frisch oder in Eis, Sorbets und Desserts gegessen werden; die Samen sind nicht essbar, und manche Menschen vertragen die Frucht schlecht. Auch ein schöner Solitär für Obstgärten, exotische Gärten und feuchte Waldränder.