Judasbaum
Cercis
Judasbäume (Cercis) umfassen etwa zehn Arten kleiner sommergrüner Bäume und Großsträucher aus Südeuropa, Asien und Nordamerika. Früh im Frühjahr, noch vor dem Laub, erscheinen Büschel schmetterlingsförmiger Blüten in Rosa, Purpur oder Weiß an den Zweigen und sogar am Stamm. Die einfachen, herzförmigen Blätter und die flachen Hülsen, die im Winter hängen bleiben, runden das Bild ab.
Cercis canadensis
Der Kanadische Judasbaum (Cercis canadensis) stammt aus dem Osten und der Mitte der USA und ist die winterhärteste Art der Gattung. Er bildet einen kleinen, ausladenden Baum von etwa 9 m, oft mehrstämmig, mit kurzem Stamm und gewundenen Ästen. Im März und April bedecken rosaviolette Blüten das kahle Holz; die zugespitzten, herzförmigen Blätter treiben bronzefarben aus und färben sich im Herbst goldgelb bis purpurrot.
Standort und Boden
Er gedeiht am besten an einem geschützten, sonnigen und nährstoffreichen Platz; in warmen Gegenden verträgt er auch Halbschatten. Der Boden sollte tiefgründig sein und im Sommer etwas Feuchtigkeit halten, denn diese Art ist weniger trockenheitsverträglich als der Gewöhnliche Judasbaum; neutraler bis leicht saurer Boden wird bevorzugt. Sehr winterhart, junge Triebe können aber unter starkem Frost im zeitigen Frühjahr leiden.
Schnitt und Pflege
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht nötig. Für einen einzelnen Stamm entfernt man im März oder April die unteren Seitenäste und wiederholt dies in den Folgejahren; ältere Bäume können nach der Blüte leicht zurückgenommen werden. In den ersten Jahren bei Trockenheit regelmäßig gießen. Sehr gute Widerstandskraft gegen Krankheiten.
Verwendung im Garten
Ein dekorativer kleiner Baum für den Solitärstand, eine große frei wachsende Hecke oder eine Gehölzgruppe, wo frühe Blüte und kräftige Herbstfärbung auffallen. Selektionen mit purpurnem, goldgelbem, panaschiertem oder hängendem Laub verlängern die Zierwirkung über die ganze Saison und passen in kleinere Gärten und große Kübel.