Hainbuche
Carpinus
Hainbuchen (Carpinus) sind laubabwerfende Bäume und Großsträucher aus den kühl-gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel, verwandt mit Birke, Erle und Hasel. Sie haben regelmäßig gezähnte, stark geaderte Blätter und eine glatte graue Rinde, die im Alter gefurcht wird. Im Frühjahr tragen sie Kätzchen, danach hängende Fruchtstände mit geflügelten Nüsschen.
Carpinus betulus
Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist in Europa und Westasien heimisch. Sie wächst recht langsam zu einem dicht verzweigten Baum heran, in der Jugend kegelförmig, später breit eiförmig bis rund, frei stehend etwa 15 bis 20 m hoch. Das frischgrüne Laub färbt sich im Herbst goldgelb; an geschnittenen Pflanzen bleibt das trockene braune Laub bis tief in den Winter hängen.
Standort und Boden
Wächst in Sonne, Halbschatten oder Schatten, am besten in fruchtbarem, frischem Lehm- oder Tonboden mit etwas Kalk; magere, saure sowie staunasse oder sehr trockene Böden mag sie nicht. Schutz vor kalten, austrocknenden Winden ist willkommen. Äußerst winterhart, leidet aber unter langer Sommerhitze auf flachgründigem Boden.
Schnitt und Pflege
Sehr leicht zu kultivieren und auch starkem Schnitt gewachsen. Hecken ein- bis zweimal jährlich zwischen Juni und September schneiden, zum Beispiel im Juni und erneut im September, und Triebe entfernen, die die Form stören. Junge Pflanzen in trockenen Sommern gießen. Gelegentlich treten Rotpustelkrankheit, Raupen oder Blattläuse auf.
Verwendung im Garten
Eine der besten Pflanzen für geschnittene oder frei wachsende Hecken, Windschutz und Formschnitt, die im Winter einen Sichtschutz aus trockenem Laub behält. Sie ist zudem ein robuster Baum für Parks, Alleen und große Gärten, und die aufrechten und säulenförmigen Formen passen in Straßen und auf engen Raum. Ihr Pollen kann bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen.